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KI and me (19): Eigentlich unsichtbar: die Menschen, die die KI füttern
In meinem Webinar vom 3. Dezember habe ich von den Menschen, vor allen Dingen von den Menschen aus dem globalen Süden erzählt, die Inhalte labeln und aussortieren, damit unsere KI ordentliche Ergebnisse ausspucken kann. Ein kleiner Film, den man auf Netflix streamen kann, gibt diesen eigentlich Unsichtbaren ein Gesicht: Über die normale Suche lässt sich
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KI and me (18): Kann KI Ethik?
Am 3. Dezember habe ich für weiterbildung.berlin ein kurzes Webinar zum Thema „KI & Ethik“ gehalten. Hier nun eine eine kleine Zusammenfassung : Der uralte Traum vom künstlichen Menschen Es gibt Geschichten, die uns lange begleiten, bevor wir sie verstanden haben. Eine davon ist die vom Schachtürken, diesem barocken Automaten, der angeblich Schach spielte wie
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Der Zyniker als Menschenführer: Jackson Lamb und die Kunst, Führung zu verweigern
Es gibt Figuren, die führen, obwohl sie alles tun, um das Gegenteil zu beweisen. Jackson Lamb gehört zu ihnen. In meiner aktuellen Lieblingsserie, Mick Herrons Slow Horses auf Apple TV, ist er der heruntergekommene Chef einer Abteilung ausgesonderter MI5-Agenten: Menschen, die zu langsam, zu widerspenstig, zu menschlich waren für die glänzenden Flure des Geheimdienstes. Slough
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Buchdruck and me (17): Alle Mönche werden arbeitslos!
Ich lese gerade das ganz wunderbare Buch „Wie man Mensch wird – auf den Spuren der Humanisten“ von Sarah Bakewell. Und da stolperte ich über diese Stelle: Als die Druckerpresse Europa eroberte, war die Begeisterung keineswegs einhellig. Der Herzog von Urbino ließ wissen, er wolle mit gedruckten Büchern nichts zu tun haben. Das war kein
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„Only connect“: Führung als humanistische Praxis
E. M. Forster war kein Managementtheoretiker, sondern Autor („Zimmer mit Aussicht“, „Wiedersehen in Howards End“) und Humanist. Als er 1910 in Howards End die berühmten Worte „Only connect“ schrieb, meinte er natürlich nicht die Verbindung von Systemen oder Strukturen, sondern von Menschen. Sein Appell richtete sich damals, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, an eine Gesellschaft,
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TheoQuest: Wie Gott auf den Tisch kam – die Geschichte des heiligen Mahls
Schon wieder ein Jubiläum: In unserer 25. Folge feiern wir nicht nur uns selbst, sondern wenden uns einem Thema zu, das seit zweitausend Jahren mit Ritual, Streit, Symbolik und Gemeinschaft verbunden ist: dem Abendmahl, oder wie Katholik*innen korrekter sagen würden, der Eucharistie. Warum ausgerechnet das Abendmahl? Ein Thema mit Tradition und Zündstoff Wie immer sitze
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KI and me (16): Wenn KI zur Bösewichtin wird – was uns Filme und Serien über unsere Ängste erzählen
Wird es zum Aufstand der Maschinen kommen? Wird mich mein Stabmixer umbringen? Geht die Welt jetzt unter?? Als Kind der 80er bin ich natürlich von vielen Science-Fiction-Filmen wie „Terminator 2“ geprägt worden. Die Figur der Künstlichen Intelligenz hatte sich dabei in Filmen und Serien längst von der unsichtbaren Technik im Hintergrund zur Hauptdarstellerin entwickelt. Mal
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„Nur die Lumpe sind bescheiden“ – was Goethe uns über Leadership lehrt
Goethe war ja nie verlegen um klare Worte. In den Zahmen Xenien des „West-östlichen Divans“ schreibt er: „Nur die Lumpe sind bescheiden,Brave freuen sich der Tat;Wo sich Herrlichkeiten zeigen,Da bescheidet sich der Rat.“ Eine Strophe, knapp und scharf wie ein Kommentar auf LinkedIn. Und erstaunlich modern. Was Goethe meint Goethe stellt hier einen Gegensatz auf:
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KI and me (15): Today’s AI is the worst AI you will ever use
„Today’s AI is the worst AI you will ever use“ – klingt merkwürdig, oder? Die schlechteste Version von KI ist die, die wir gerade nutzen? Ich habe überlegt, ob ich das übersetze. „Die heutige KI ist die schlechteste, die du je nutzen wirst“ hat aber weder den Witz noch die Schärfe. Im Englischen bleibt es

